Mondnacht
Es war, als hätt der Himmel Die Erde still geküßt Daß sie im Blütenschimmer Von ihm nun träumen müßt
Die Luft ging durch die Felder Die Ähren wogen sacht Es rauschten leis die Wälder So sternklar war die Nacht
Und meine Seele spannte Weit ihre Flügel aus , Flog durch die stillen Lande Als flöge sie nach Haus
Todeslust
Bevor er in die blaue Flut gesunken, Träumt noch der Schwan und singet todestrunken, Die sommermüde Erde im Verblühen Läßt all‘ ihr Feuer in den Trauben glühen, Die Sonne, Funken sprühend, im Versinken, Gibt noch einmal der Erde Glut zu trinken, Bis, Stern auf Stern, die Trunkne zu umfangen, Die wunderbare Nacht ist aufgegangen.