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Die
Rose
Oh
wie
schön
ist
eine Rose
anzusehen.
Ihre
Haltung,
ihre
Pracht
gleicht
einer
leuchtenden
Laterne
in
der dunklen Nacht.
Doch
so
eine Rose
hat
auch ihre Tücken.
Sie
lächelt jedem zu
und
will
man sie pflücken,
sticht sie im nu.
Drum
lass
die Rose
am
Strauche leben
und gönne ihr das Licht.
So
wird sie
vielen
Freude geben
und
sticht
dich dann
auch
nicht.
© Karl-Heinz Wienke
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Der Tag
Im morgendlichen Nebel die Wintersonne lacht.
Sie blinzelt zärtlich durchs Geäst.
Ein neuer Tag erwacht.
Häuser, Felder und der Wald sind zugedeckt vom Reif
stehen noch vom Schlaf betrunken
ganz würdevoll und steif.
Der Tag wird nun beginnen mit Lernen, Arbeit und auch Spiel.
Soll allen Freude bringen
Liebe und Frieden - ein großes Ziel.
Hast du an diesem Tage der Menschheit Wohl bedacht,
dann kannst’ auch friedlich schlafen.
Ich wünsch dir eine gute Nacht.
© Karl-Heinz Wienke
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Der Schneemann
Kinder kommt und lasst uns schauen
wir wollen einen Schneemann bauen.
Auf der Wiese soll er stehen,
damit ihn alle Menschen sehen.
Den kalten Schnee bringt schnell heran
und so entsteht der weiße Mann.
Drei Kugeln müsst ihr bringen,
dann wird er auch gelingen.
Nun setzen wir auf seinen Kopf
als Hut den alten Suppentopf.
Aus Kohlen basteln wir die Öhrchen.
Die Nase ist ein rotes Möhrchen.
Zwei große Augen leuchtend hell
machen wir aus Knöpfen schnell.
Zum Lachen auch ein schöner Mund
entsteht aus einem Hölzchen rund.
In seinen Arm, so soll es sein,
stecken wir den Besen rein.
Dann bekommt er noch dazu
als Füße ein paar alte Schuh.
So steht er nun im Garten
und alle Kinder warten,
dass viele auch vorüber gehen
und den schönen Schneemann sehen.
Ganz stolz sind wir auf diesen Mann,
wenn er schaut die Menschen an.
Doch eines bedenkt ihr Kinder,
den Schneemann gibt es nur im Winter.
© Karl-Heinz Wienke
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Liebe
Da geht sie,
die wahre Liebe
aus hartem Steine,
aus weichem Holz.
Ja, ich weine
und ich hasse
meinen Stolz.
© Karl-Heinz Wienke
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Heimat
( für Elisabeth – meine Mutter aus Cerwenka )
Niemals werde ich es fassen,
Heimat, liebe Heimat mein,
dass ich dich hab verlassen -
durfte nicht mehr bei dir sein.
Musst’ von allem Abschied nehmen,
was ich doch so sehr geliebt.
Aus den Augen fließen Tränen
weil es kein Zurück mehr gibt.
Dort, wo meine Schule stand,
wo ich gelernt, gespielt, gelacht
ist die Erde schwarz verbrannt –
und alles über Nacht.
Vom Hause, was so schwer erschaffen
ist nichts mehr heil geblieben.
Alles fiel in Schutt und Aschen.
Freunde sind vertrieben.
Fremde waren einst gekommen
mit lautem Schrei und Lieder.
Haben alles mir genommen.
Nichts bekam ich wieder.
Nun bist du dort, weit in der Ferne
Heimat, du mein Heimatland.
Ach, wie hielt ich dich jetzt gerne
fest in meiner schwachen Hand.
Sind die Jahre auch vergangen,
hab ich oft an dich gedacht.
Auch mein sehnendes Verlangen
hat mich nicht zu dir gebracht.
Jetzt bin ich müde, schwach und alt
und find’ nicht mehr zu dir.
Seh’ mein Ende auch schon bald
auf dieser Erde hier.
Doch mit allen meinen Schmerzen,
in Gedanken voller Pein
werd’ ich tief in meinem Herzen
ewig in der Heimat sein.
© Karl-Heinz Wienke
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Kleiner Vogel
Flieg, kleiner Vogel flieg
und lass dich tragen
von den Flügeln der Liebe,
von den Gedanken derer,
die dich im Flug begleiten.
Flieg, kleiner Vogel flieg
und wenn der Sturm dir begegnet,
zeig ihm die Kraft deiner Flügel,
deiner Liebe.
Flieg, kleiner Vogel flieg
und suche deinen Platz im Leben.
Flieg nicht zu hoch.
Flieg nicht zu tief -
aber flieg.
Flieg, kleiner Vogel flieg
und suche den Felsen der Träume.
Dort findest du dein Glück,
deinen Frieden, dein Leben.
Flieg, kleiner Vogel flieg
und kommst du wieder zurück,
so schenke mir einen Traum
und lass in unser sein.
Dann will ich mit dir fliegen.
Flieg, kleiner Vogel flieg
und siehst du, die Welt ist schön
und das Leben ist reich
weil es die Liebe gibt.
Weil du liebst.
© Karl-Heinz Wienke
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Weihnachten
Ein Tannenbaum im Sternenlicht
geschmückt im Glanz der Kerzen.
Im Hause es nach Mandeln riecht -
jetzt kommt das Fest der Herzen.
Weihnachten, die Zeit der Stille,
voll Liebe, Freud und Leid.
Weihnachten ist Gottes Wille
glücklich sein zu jeder Zeit.
Wenn du das Weihnachtsfest begehst
gedenk auch derer, die nichts haben.
Ich wünsch’, dass du mit Herz verstehst,
gib ab von deinen Gaben.
Nicht alle Menschen haben Glück
genießen Liebe, Geld und Freude.
Denk immer auch an sie zurück
Das ganze Jahr und heute.
© Karl-Heinz Wienke
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Herbst
Nun steht die alte Linde
im herbstlichen Gewand.
Blätter tanzen im Winde,
reichen dir die Hand.
Gelb sind schon die Felder,
kühl und frisch der Wind.
Bunt sind auch die Wälder,
Drachenfliegen spielt ein Kind.
Die Schwalben, ja sie ziehen
zum warmen Süden der Welt.
Wollen vor dem Winter fliehen
bevor der Schnee hernieder fällt.
Kinder sammeln Laub und Eicheln
für die Tiere hier im Wald.
Wollen sie noch einmal streicheln,
denn Winter wird es bald.
Die Sonne blinzelt durchs Geäst,
durch menschliches Gewühle -
ruft auf zum großen Fest
der herbstlichen Gefühle.
Der Herbst gehört nun mal zum Leben
wie Sonne, Mond und Sterne.
Soll’s Sommer und auch Winter geben,
dann hab den Herbst ganz einfach gerne.
© Karl-Heinz Wienke
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Tränen
Tränen der Liebe
verflossen im Schnee.
Tränen der Sehnsucht
tun weh.
Tränen der Freude
und
Tränen im Glück
bringen mich
zu dir zurück.
© Karl-Heinz Wienke