Schicksal
tönt
in hellen und in dunklen Farben,
die per Nuance kommen oder geh'n,
gefiedert fliegen sie so weit, so hoch,
gefedert sinken sie dahin.
Signieren den Erinnerungen
blaue Flecken
und grüßen grüngetunkt
des Lebens heit'ren Sinn.
Im Schattengrau verlieren
sich Gedanken,
verweben Nadelgrün und Himmelsblau,
am Ende hebt ein selig Lächeln
das Lebensband ins Morgengrau.
Geselle dich, du lebst ja noch,
du bist am Ende gar nicht tot.
© Margit Farwig
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Seufzer eines Untadeligen
Vogel Leichtsinn hat nie
Kreise für mich gezogen
auf seinen Schwingen
war kein Platz für mich
die süßesten Düfte ließ ich
ungenutze an mir vorüberziehen
Sirenenstimmen glichen Totgeburten
und schöne Phantasie trug Trauer
Niederkunft des Wimpernschlages
verhinderte Erröten
Überquellen vollen Herzens
gebot verstockter Zunge Halt
Parfümierte Sehnsuchtswünsche
verwelkten ungeöffnet im Papierkorb
und nun bin ich alt
© Margit Farwig