Ein Sonnentag Ein Sonnentag ist uns geschenkt, voll Wärme und mit hellem Licht. Hab meinen Schritt zum Wald gelenkt, wo Blätter lispeln, dich an dicht.. Zwischen Stämmem leuchten Strahlen und spiegeln sich im blauen See. Drängen weg nun alle Qualen, auch alle Sorgen, Leid und Weh. Seh die Menschen froher gehen, die Kinder spielen gutgelaunt. Lüftchen lassen Kleider wehen und manche Schönheit wird bestaunt. Sind eilends in den Tag gegangen zu schaun die Farben der Natur. Heute brauch ich nicht zu bangen, will mich erfreuen, leben nur. © by Gilbert 2006
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Die Ruh Tiefe Stille ist in mir, da die Sonne glühend sinkt. Neig mich zärtlich hin zu ihr, die in süßen Schlaf versinkt. Schweigen füllt die nahe Welt, nur von fern ein Vöglein singt. Schau zum Monde am Gezelt, der im Kreis der Sterne blinkt. Auch mein Auge fällt nun zu, lässt vergessen Last und Müh. Finde wohlig meine Ruh, die mich hält bis in die Früh. Nur das Atmen schwebt im Raum, in dem Einklang zweier Herzen. Lieb vereint im süßen Traum und im Lichte roter Kerzen. © by Gilbert 2006
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Fernweh Ach, flieg so gern in fremde Lande, Wo Palmen und Bananen blühen. Lieg träumend in dem hellen Sande, und lass mich in der Sonne glühen. So wärmend heiter scheint die Sonne, auf rote Dächer , grüne Haine. Streck mich zum Lichte hin mit Wonne, Auf daß das Glühen mich bescheine. Und neben mir, ganz sehnend leise, träumt meine Liebe, still versunken. Möcht ja nur wissen, was sie weise, in ihrem Köpfchen will erkunden. Seh sehnend hin zu blauen Höhen, nehm wahr der Vögel Flügelschlagen. Muss tief in meinem Herzen sehen, das kenn ich nur vom Hörensagen Im tiefen Meer versinken Lichter in einem wundersel´gen Schimmer. Denk so dahin gleich wie ein Dichter, der sich verliert im Sternenglimmer. © by Gilbert 2006
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Wandel Natur und Mensch, wer will sie trennen, sie sind doch füreinander da. Man kann es kaum mit Namen nennen, was da ensteht und einmal war. Erst war es ein Bächlein nur, plätschernd hin durch Wald und Feld. Liess auf Kieseln seine Spur, spiegelte das Himmelszelt. Wurd´ zum Flusse, reißend schnell, strömte hin durch Berg und Tal. Bleibt nicht stehn an einer Stell, wälzt sich fort von Mal zu Mal. Fällt dann in die tiefe Schlucht, tosend, herrlich anzuschaun. Wasser ähnelt Silberhaar, kann nicht aufhör´n, es zu schaun. Wir Alle werden klein geboren und reifen dann in Lebenszeit. Auch uns ist einmal auserkoren, zu ruhen in Unendlichkeit. © by Gilbert 2006
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In dunkler Nacht Wie die Perlen einer Kette zieht mir vorüber jeder Tag. Zeigt mir, was ich gerne hätte und was ich doch so liebend mag. Um mich herum ist schwarze Nacht, leis und ruhig liegt die Welt. Der gute Mond nur hält die Wacht im Kreis der Sterne am Gezelt. Endlich kann der Geist erschlaffen, denn alles Laute hat nun Ruh. Zu Ende ist bald alles Raffen, es bleibt nur Hoffen, immerzu. Fühle mich ganz leicht entschweben in die Reiche bunter Träume. Wo die Elfen Kränze weben, tief im Schatten dunkler Bäume. © by Gilbert 2006
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Im Park Wandle hin durch stille Gärten, die hell von bunten Blumen glühn. Mich befrei´ n von allen Härten, die mir aus Lebens Alltag blühn. Sitze unter starken Bäumen, die mir milden Schatten senden. Sie bewegen mich zum Träumen, mich dem Schönen zuzuwenden. Klares Licht liegt auf dem See, wo sich alles widerspiegelt. Bis ich dann langsam zu ihm geh, der mir allen Schmerz versiegelt. Der Ruf der Vögel mir erklingt, über saftgen, grünen Auen. Erhoffte Ruhe er mir bringt, stehe still zum Hör´n und Schauen. Stille nur liegt auf den Gründen, kann mein Sein so schön befrieden. Und die sel´ gen Sinne zünden, Licht, das mir allein beschieden. © by Gilbert 2003
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Irrende Seele Seh ein Leuchten schweben zitternd auf dem See. Ein zartes Lichtlein eben in seinem letzten Weh. Im Nebeldunst verschwindend droht es zu verwehn. Mit dem Verlöschen ringend, um nicht zu vergehn. Es ist die stille Seele, die noch was sagen will. Doch wie in dunkler Höhle wird´s schließlich leis und still. © by Gilbert 2006
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Winterruhe In kaltem Schauer ruht die Welt, Schnee liegt schwer auf Busch und Bäumen. Kein Vogel fliegt mehr am Gezelt, auch die Tanne scheint zu träumen. Da lob ich mir das warme Zimmer, wo so wohlig ich kann leben. Wenn ganz hell mit rotem Schimmer Flämmchen ihre Bilder weben. Und die Gedanken ziehen still an dem inneren Aug´ vorbei. Doch wenn ich sie ergründen will, sind sie schon fort und gehn entzwei. Nur scheinbar lebt die Ruhe hier, niemals ruhen Wald und Flur. Nach Nahrung sucht im Schnee das Tier: es waren Augenblicke nur. © by Gilbert 2005
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Liebesklänge Laß sie schweben, laß sie fliehen auf den Winden hin zum Herz. Soll´n dich hegen, dich umziehen mit der tiefen Liebe Schmerz. Mögen ziehen. lieblich klingen durch die dunkle, stille Nacht. Dann bist du, wenn Engel singen, nie mehr um den Schlaf gebracht. Wollen bleiben, still und leise, treulich dir zur Seite stehn. Lassen so in zarter Weise allen Schmerz und Leid vergehn. © by Gilbert 2005
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Das Neue Jahr Still im goldnen Glanz der Sterne nähert sich das Neue Jahr. Wie ein Klingen aus der Ferne nehm ich seinen Ruf nun wahr. Ich empfange es mit Freuden, will in seine Augen sehn. Möchte keinen Tag vergeuden, soll nun stetig bei mir stehn. Voll mit Wünschen und Begehren, mit Gefühl und Zärtlichkeit. Niemand mehr kann mir verwehren, dass ich´s lieb mit Innigkeit. So sei bei mir nun Neues Jahr, laß mich deinen Atem trinken. Will mich dir schenken ganz und gar, treu in deine Arme sinken.
© by Gilbert 2005
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Abendgedicht Stille geht der Tag zur Neige, Mensch und Tiere gehn zur Ruh. Und auf ihre stille Weise deckt die Nacht die Erde zu. Am Himmel scheint so matt der Mond, sanft im Kreise seiner Sterne. Und wie von Urzeit an gewohnt lächelt er aus weiter Ferne. Friede liegt nun auf der Erde, nur ein letzter Glockenton kündet noch ein ew´ges Werde, dann lieg ich im Schlummer schon.
© by Gilbert 2005
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Kindesglück Wie ist es schön, so leicht an dich gelehnt, lauschend deinen Worten, deiner Seele. Wenn du, wie stets, den Arm um mich gelegt, dich sorgtest, daß auch nichts mich quäle. Still ist der Abend, leuchtend voller Glut, du lächelst still, zu meinem Wohligsein. Und in dem Glück, gedacht ich voller Mut, immer brav, dein liebstes Kind zu sein. Ein blondes Haar, es wehte dir zur Stirn, Hauch des Windes, der es leis bewegt. Von droben weit, da leuchtet das Gestirn, Mondes Licht, das sich zu uns gelegt. Es ist schon spät, du trägst so leis mich fort mit einem Lied, das beide Lider schwert. Zum Bette hin, zu jenem nächtgen Hort, wo wir träumen, selig, Herz an Herz. © by Gilbert 2004 -----
Die Stille
Es ist die Stille,
die mich tief bewegt,
die die Gedanken schweifen läßt.
Sie wandern, kreisen unentwegt
und das Erkennen wächst und wächst.
In tiefen Wäldern
ruhend lauschend,
wenn der Wesen Laute längst verloschen,
erfahr´ ich Dinge, die bewegend
mir neue Freude geben, neues Hoffen.
Das Hasten, das
uns oft erfüllt,
uns niemals ruhen, schweigen läßt.
Es ist vergangen und du fühlst,
daß Glück und Freude in dir wächst.
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Der Abend
Des Tages Sinfonie hält ein,
die Welt neigt sich dem Abend zu.
Der Mensch läßt seine Mühen sein,
erliegt nun gern der eig´nen Ruh.
Die lauten Töne sind nicht mehr,
weichen stillem Säumen.
Gedanken wandern hin und her
und verharr´n in Träumen.
Im Abendschimmer liegt die Welt,
weiche Farben ziehen.
Stell´n zarte Prosa an´s Gezelt,
lassen Sorgen fliehen.
Leis´ versingt das Sonnenlicht,
läßt das All verdunkeln.
Indem der letzte Strahl zerbricht,
gebiert er Sternenfunkeln.
Still sítzt der Mensch in seiner Ruh´,
blickt in sich selbst hinein.
Hört nur dem eig´nen Wirken zu
und verlischt im Sein.
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Die Nacht
Die Nacht hat sich erhoben,
ist bereit sich auszustrecken
und mit bläulich- schwarzen Roben,
alle Welten zuzudecken.
Die Blume läßt das Köpfchen hängen,
wünschte eh´sich seine Ruh´.
Es ist, als ob die Blätter sängen,
raunten sich den Nachtgruß zu.
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Der Morgen
Weiße Nebel steigen auf
aus dem Grund der Erde.
Schweben zu des Äthers Blau,
das dort küßt die Berge.
Langsam kommen Schatten auf
durch der Sonne Strahlen.
Spiegeln sich in Flusses Blau,
woll´n mit Wärme prahlen.
Ruf der Tiere mischt sich ein
in der Blätter Rauschen,
und so mag es immer sein:
Fühlen, Sehen, Lauschen.
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Liebe
Das ist ein Küssen, Herzen, Kosen,
das Paar, es kann nicht von sich lassen.
Gebettet wie auf tausend Rosen:
Liebe kann nur selbst sich fassen.
Still steh´n die Alten, schauen zu.
Ihr Sinnen ist zurück gerichtet:
Die schöne Zeit verging im Nu.
Doch die Reife hat´s gesichtet:
Treue ist sich selbst genug.
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Weihnachten
In trüben Tagen
brennt ein Licht,
kommt herab zur Erden.
Indem es Not und Leiden bricht,
kann´s hier Frieden werden.
Durch kalte Zeiten lodern Feuer,
bringen Wärme in die Glieder.
Viele Menschen jubeln heuer:
das Christuskind kommt zu uns nieder.
Erfüllt die Welt mit Glanz und Schimmer,
läßt Kinderherzen höher schlagen.
In dunklen Lüften liegt ein Glimmer,
den Friedensengel zu uns tragen.
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Todesahnen
Ein Ahnen ist es, kaum erfühlt,
ein dumpf Gefühl, am Abend eben.
Und doch ergreift es dich, bemüht,
dir Angst zu machen, leichtes Beben.
Willst du es sagen oder klagen,
so wirst du´s nicht in Worte fassen.
Du atmest ruhig, hörst dich sagen:
ich muß es nur vorüber lassen.
Und dann ist nichts mehr, was dich hält:
Es bleibt nur noch ein vages Hoffen,
bis du dann endlich festgestellt:
des Todes Blick hat dich getroffen.
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Der Alb
In tiefer Nacht, von Angst umfangen,
wart´ ich auf den sanften Schlaf.
Je mehr ich wünsch, ihn zu erlangen,
weiß ich, daß ich nicht hoffen darf.
Und doch, des Tages Sorgen weichen,
bleierne Schwere senkt sich nieder.
Die Sinne schwinden hin und reichen
mein ganzes Sein an Traumes Lieder.
Liebliche Gestalten schweben,
in der Sphären dunkler Nacht.
Gleiten singend hin und weben,
bunte Träume voller Pracht.
Bizarre Wesen streunen munter,
aus allen Richtungen herzu.
Tanzen stöhnend rauf und runter,
kommen nimmermehr zur Ruh.
Auf allem liegt ein roter Schimmer,
erhellt die tiefe, schwarze Nacht.
Und in all dem zarten Glimmer,
erkennest du der Wesen Macht.
Und plötzlich hör´ ich lautes Knurren,
ein böses Untier ist gekommen,
und alle Wesen ohne Murren,
entfliehn der Macht zu ihrem Frommen.
In tiefer Nacht, von Angst umfangen,
wart´ ich auf den sanften Schlaf.
Je mehr ich wünsch ihn zu erlangen,
weiß ich, daß ich nicht hoffen darf.
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Für Rosi
Nun ist Stille um uns her,
wie´s hier noch selten war.
Die Menschen schaun ins Lichtermeer,
das uns das Fest gebar.
Noch etwas wird der Frieden halten,
der uns so scheinbar glücklich macht.
Dann wird er so wie stets erkalten,
die Menschheit hastet, eilt und lacht.
Nur du und ich, wir werden wissen,
in einer langen, schweren Zeit.
Wir werden uns nie wieder missen,
sondern stehn in Ewigkeit.
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Abendgedicht
Stille geht der Tag zur Neige,
Mensch und Tiere gehn zur Ruh.
Und auf ihre stille Weise
deckt die Nacht die Erde zu.
Am Himmel scheint so matt der Mond,
sanft im Kreise seiner Sterne.
Und wie von Urzeit an gewohnt
lächelt er aus weiter Ferne.
Friede liegt nun auf der Erde,
nur ein letzter Glockenton
kündet noch ein ew´ges Werde,
dann lieg ich im Schlummer schon.
© by Gilbert 2005
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Ein Traum
Nacht kommt herab und schweret meine Lider
und leise naht des Traumes heit´re Welt.
Durchs Fenster schweben Engel zu mir nieder,
wenn gütig scheint der Mond vom Himmelszelt.
Ich tanze auf der Lichtung mit den Elfen,
ein süßer Ton verzaubert Wald und Flur.
Verklungen ist nun das Geheul von Wölfen,
spür leicht den Wind, sein zartes Säuseln nur.
Der Grillen Fideln zaubern bunte Träume,
im Takte schwingen leis die Zweige mit.
Frei liegt die Welt und ohne hohe Zäune
geht weit zur Ferne hin mein sel´ger Blick.
Es wurde spät in dieser Nacht der Nächte,
der Traum der Träume lebte fort und fort.
Mir war ganz so als ob ich stille dächte:
möcht nie mehr missen diesen Traum noch Ort.
© by Gilbert 2005