Leeres Stück Papier
Ich sitze hier vor einem leeren Stück Papier. Es wartet darauf meine Tinte zu empfangen, das ich ihm sage was mich bedrückt… wie schon hundertmal zuvor.
Der Füller wandert geführt durch den Gedankenstrom dahin, dem leeren Stück Papier zu erklären… WARUM…. ich heute wieder soweit bin. So schreibe ich die Worte nieder ohne zu wissen Woher und wohin…
Schreibe… schreibe… schreibe…. Es hört nicht auf… Die Sätze nehmen ihren Lauf… Merke wie in mir ein Film abläuft… Ständig mehr Gedanken anhäuft.
Kann sie nicht alle nennen, weil nur wenige sie im Vertrauen kennen. sind ein großer Teil von mir, leben von Erinnerungen… Erinnerungen die ich gern verdränge… Um nicht wieder dort zu steh’n, wieder alles anzuseh’n.
Wieder zu erleben wie Menschen ihr Leben geben, wie Kinder weinen,… weinen weil sie alleine sind. Kann und will es nicht versteh’n, warum Menschen diese Wege geh’n.
Werd es nie begreifen,…. Kann so nicht weiter besteh’n, muß mich zwingen andere Wege zu geh’n. Muss lernen…NEIN… zu sagen, Nein…zu ganz bestimmten Fragen… Doch ich kann nicht über diesen Schatten springen… Würde dann mit meinem Gewissen ringen,… würde dann daran vergeh’n…, einfach nur noch zu zuseh’n.
leeres Stück Papier….bleibe immer bei mir…..
© by Oliver 03. Oktober 2002
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Krieg
Tage ziehen dahin wie der Wind durch die kahle Wüste. Menschen ziehen an mir vorbei in eine ungewisse Zukunft. Tiere laufen davon aus Angst um ihr Leben. Alles um mich herum ist trist und grau. Eine verheißungsvolle Stille liegt über mir. Gedanken an Tage an denen ich glücklich war, das alles nicht noch einmal zu erleben. Gedanken an Tage in denen ich vor Angst nicht wusste wer ich bin. Alpträume laufen ab in mir. Gedanken die mich zerfressen, da ich nicht weiß ob ich die heile und friedvolle Welt zu Hause je wieder sehen werde. Gedanken an Tod und Verzweiflung, an Leichen und Verletzte Menschen…. Kinder die nicht wissen wie es weiter geht… Ohne Eltern da stehen in einer Welt aus Hass und Krieg. Schicksal an Schicksal umgibt mich in dieser unwirschen Welt. Schüsse hallen durch die Nacht, reißen mich in ein Trauma ohne Hoffnung. Donnergrollen aus Kanonen … Ohrenbetäubende Geräusche rings um mich. Angst mein ständiger Begleiter …., Zerrt an mir…, Läßt mich aufschrecken bei jedem Geräusch…, Mich zu meiner Waffe greifen…, Mich an Dich denken…an die Menschen in der Heimat…. Lieber Gott wenn es dich gibt, bereite diesem Grauen ein Ende… halte Deine Hand über mich und all die, die mit mir sind in dieser schrecklichen Welt… Beende diesen Krieg.
Oliver 16.08.2002
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Spiel des Lebens
Die Zeiger einer Uhr drehen einsam ihre Runden. Sekunden verrinnen in Bruchteilen eines Augenblicks. Minuten rasen dahin als wären sie Sternschnuppen auf ihrem Weg zur Erde. Stunden vergehen ohne dass wir es merken. Tage zeigen uns wie kurz unser Leben doch ist. Wochen die vergehen, geben uns das Gefühl von Zeit und Raum. Jahre die vergehen zeigen uns was alles geschah.
Gedanken an Vergangenes.
Viele dieser Sekunden, Minuten, Stunden, Tage und Wochen Spielen ein Spiel mit uns…. Das Spiel des Lebens. Oft unfair und hart, oft himmlisch und zart…
Doch Fragen bleiben besteh’n…
Wofür das alles…? Warum muß es gescheh’n…? Warum muß alles einmal zu Ende geh’n…? Werden wir es jemals versteh’n…?
Fragen nach dem Sinn des Lebensspiels….
Wir leben heute, doch wird auch dieses Leben einmal vergeh’n…
Vielleicht wird es irgendwann jemand versteh’n…
Wie die Zeiger im Spiel des Lebens sich dreh’n.
© by Oliver 10. September 2002
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Time to say Goodbye
Vieles bewegt mich in dieser Welt, vieles verstehe und begreife ich nicht in dieser Welt, vielem stehe ich gegenüber ohne zu verstehen …WARUM ? Vieles stimmt mich nachdenklich.
Vieles geschieht täglich mit mir, mit uns …. Vieles was mich daran zweifeln läßt… Warum alles so ist wie es ist. Menschen hintergehen Menschen, Menschen schlagen sich mit Fäusten und Worten… Sagen...machen… Dinge… die ich nicht verstehen kann.. verstehen will….
Time to say Goodbye… Will sagen ich werde gehen…
Nicht aus der realen Welt… aus einer Welt die ich nicht verstehe… Werde gehen aus dieser virtuellen Welt… Weil mir dort in Wahrheit kein leuchtender Stern den Weg erhellt. Hab es mir nie eingestanden… Habe stets versucht zu es verstehen….. Ich kann es nicht … Ich werde gehen.
Time to say Goodbye….
Ich danke euch für eure Treue…. Danke für die vielen schönen Dinge… Danke für all die lieben Worte… Danke für die schöne Zeit. Doch das Leben hält einen anderen Weg für mich bereit. Das Ziel liegt in der realen Welt… Sie ist es die uns in Wirklichkeit erhellt.
Time to say Goodbye…
© by Oliver 12. Oktober 2002